Ich-Zeit statt Lebenskrise: Wenn das Leben nach Dir selbst ruft

Wann hast Du Dich das letzte Mal gefragt, was eigentlich Du brauchst?

Nicht, was Deine Familie braucht. Nicht, was im Beruf noch erledigt werden muss. Nicht, was andere von Dir erwarten. Sondern ganz einfach: Was brauche ich? Was tut mir gut? Und was möchte ich eigentlich noch vom Leben?

Für viele Frauen beginnt diese Frage irgendwann ganz leise. Oft in einer Phase, in der von außen betrachtet eigentlich alles gut ist. Die Kinder sind groß oder werden selbstständiger, beruflich ist vieles erreicht, Beziehungen und Freundschaften haben ihren Platz gefunden.

Und trotzdem ist da dieses Gefühl: „Da muss doch noch etwas sein, etwas, das wirklich meins ist.“ Vielleicht ist genau das keine Lebenskrise. Vielleicht ist es ein Aufbruch.

Ich-Zeit ist mehr als eine Pause

Ich-Zeit bedeutet nicht, sich schnell einen Kaffee zu machen, während nebenbei die nächste E-Mail beantwortet wird. Und auch nicht, einmal im Jahr ein Wellness-Wochenende einzuplanen.

Ich-Zeit bedeutet, sich selbst wieder einen Platz im eigenen Leben zu geben. Einen Raum, in dem nichts geleistet werden muss. In dem wir nicht funktionieren müssen. In dem wir nicht die Erwartungen anderer erfüllen müssen. Einen Raum, in dem wir wieder wahrnehmen können:

Wie geht es mir eigentlich?
Was bewegt mich?
Was habe ich vielleicht lange zurückgestellt?
Und wer bin ich, wenn ich einmal nicht für andere da sein muss?

Gerade in der Lebensmitte kann dieser Raum unglaublich wertvoll werden.

Die Lebensmitte ist kein Ende: Sie kann ein Anfang sein

Vielleicht kennen wir sie alle, diese Vorstellung von der „Midlife Crisis“. Eine Frau wird 40 oder 50 und plötzlich soll alles in Frage stehen. Aber vielleicht ist es gar keine Krise. Vielleicht ist es der Moment, in dem wir beginnen, ehrlicher hinzuschauen.

Auf das Leben, das wir geführt haben.
Auf Entscheidungen, die wir getroffen haben.
Auf Rollen, in die wir hineingewachsen sind.
Und auf Wünsche, die vielleicht lange leise geblieben sind.

Denn viele Frauen haben über Jahre gelernt, stark zu sein, zu organisieren, Verantwortung zu übernehmen und für andere da zu sein. Das alles hat seinen Wert.

Aber irgendwann darf auch die Frage auftauchen: „Und wo bin ich eigentlich?

Wenn sich im Außen etwas verändert, darf sich auch im Inneren etwas bewegen

Die Lebensmitte bringt häufig Veränderungen mit sich. Kinder werden selbstständiger. Der Beruf verändert sich. Beziehungen entwickeln sich weiter. Der eigene Körper fühlt sich vielleicht anders an als früher. Auch hormonelle Veränderungen können diese Lebensphase begleiten und beeinflussen, wie wir uns fühlen und was wir brauchen.

All das kann verunsichern. Aber Veränderung bedeutet nicht automatisch Verlust. Sie kann auch eine Einladung sein, das eigene Leben neu zu betrachten. Nicht mehr unbedingt danach, was noch erreicht werden muss, sondern danach, was wirklich zu uns passt.

Zeit für Dich ist keine Zeit, die anderen fehlt

Dieser Gedanke fällt vielen Frauen besonders schwer. „Ich kann doch nicht einfach Zeit für mich nehmen.“ Doch.

Denn Selbstfürsorge bedeutet nicht, weniger für andere da zu sein. Im Gegenteil: Wenn wir ständig über unsere eigenen Grenzen gehen, verlieren wir irgendwann den Zugang zu unserer Kraft, unserer Freude und unserer inneren Ruhe.

Ich-Zeit kann deshalb etwas ganz Einfaches sein:

Ein Spaziergang ohne Ziel.
Eine Stunde im Wald.
Ein Gespräch, das wirklich gut tut.
Ein paar Minuten bewusster Stille.
Zeit mit einem Tier.
Ein Moment, in dem Du einfach nur atmest.

Oder die Entscheidung, einmal nicht zu funktionieren. Nicht mehr. Sondern bewusster.

Manchmal braucht es einen Ort, an dem wir wieder bei uns ankommen.

Bei moj dom geht es genau darum. Nicht darum, aus Dir einen besseren Menschen zu machen. Nicht darum, noch mehr an Dir zu arbeiten. Und schon gar nicht darum, Dir zu sagen, wie Du Dein Leben zu leben hast.

Es geht um etwas anderes: Dich selbst wieder wahrzunehmen.

Deine Gedanken.
Deine Gefühle.
Deine Bedürfnisse.
Deine Kraft.
Deine Grenzen.
Und vielleicht auch die Seiten von Dir, die im Alltag irgendwann leiser geworden sind.

Die Pferde können dabei besondere Begleiter sein. Sie bewerten nicht, sie erwarten nichts und sie reagieren unmittelbar auf unsere Präsenz und unsere innere Haltung. Dadurch können Erfahrungen entstehen, die nicht nur über den Kopf stattfinden, sondern auch über Wahrnehmung, Körper und Gefühl.

Für mich ist das kein „noch eine Methode“. Es ist vielmehr eine Möglichkeit, wieder in Kontakt mit sich selbst zu kommen.

Du musst nicht auf eine Krise warten

Vielleicht ist das Wichtigste an Ich-Zeit genau das:

Du musst nicht erst erschöpft sein.
Du musst nicht erst zusammenbrechen.
Du musst nicht erst das Gefühl haben, dass gar nichts mehr geht.

Du darfst auch einfach sagen: „Ich möchte wieder mehr bei mir sein.“

Vielleicht ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt dafür. Nicht, weil mit Dir etwas nicht stimmt. Sondern weil Du spürst, dass da noch mehr von Dir ist.

Mehr Ruhe.
Mehr Lebendigkeit.
Mehr Klarheit.
Mehr Freiheit.
Mehr Du.

Dein Leben darf sich verändern, ohne dass Du Dich verlieren musst.

Und vielleicht beginnt dieser Weg mit einer ganz kleinen Frage: Wann nimmst Du Dir das nächste Mal Zeit, nur für Dich?

Über die Autorin

Mojca Dommes war viele Jahre als Architektin und Führungskraft tätig, bevor sie sich auf ihren eigenen neuen Weg begab und als zertifizierte Coachin ihre Berufung fand. Unter ihrer Marke moj dom – dein inneres Zuhause begleitet sie heute Frauen in Zeiten des Umbruchs dabei, vertraute Rollen und Erwartungen loszulassen und ihr Leben bewusst neu auszurichten.

Mit ihrem Verein EHRfurcht e.V. engagiert sie sich zudem seit Jahren für pferdegestütztes Coaching. Die Begegnung mit den Pferden eröffnet dabei einen besonderen, unmittelbaren Zugang zu den eigenen Gefühlen, Bedürfnissen und Ressourcen – jenseits des klassischen Gesprächsrahmens.

Mojca Dommes kennt Veränderung nicht nur aus ihrer Arbeit mit anderen, sondern auch aus eigener Erfahrung. Ihr persönlicher Berufswechsel und ihr Mut, vertraute Wege zu verlassen, machen sie zu einer authentischen und glaubwürdigen Begleiterin für Menschen, die spüren: Da ist noch mehr und es ist nie zu spät, dem eigenen Leben eine neue Richtung zu geben.

Weitere Informationen unter: https://www.moj-dom.de/ + https://www.ehrfurcht.net/

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